Malin: Auslandstagebuch – Moskau

Freitag, 24.09.2010:

Im strömenden Regen vom Rheinland sollte es nun zum Flughafen Düsseldorf gehen. Gut gestärkt fuhren wir gegen 7 Uhr los und hatten nach einer Stunde schrecklichem Morgenverkehr den Flughafen erreicht. Dort warteten auch schon die anderen Eltern, die uns vor dem Check-In verabschiedeten. Nach der Handgepäckkontrolle hatten wir in den Duty-Free-Shops noch 20 Minuten Zeit, bis der Gate geöffnet wurde. Durch die Passkontrolle ging es dann zum Gate, wo nochmal eine halbe Stunde warten anstand. Dann holte uns ein Bus ab und fuhr uns weit auf das Rollfeld zu einem kleinen Kontinentalflieger. Nach ca. drei Stunden erreichten wir Moskau, die Stadt, gegen die Klein-Düsseldorf sehr sehr winzig war. Am Flughafen hieß es nochmal eine halbe Stunde warten, weil Aylin etwas vergessen hatte.

Nach einer ca. 45-minütigen Zugfahrt hatten wir den Bahnhof der 15-Millionen-Metropole erreicht. Dort erwarteten mich bereits mein Austauschpartner Ilya und sein Vater Sergej. Unsere Gruppe spaltete sich auf und Sergej führte mich zu seinem Auto. 10 Minuten dauerte es, bis wir aus der Parklücke raus waren, und 45 Minuten, bis wir ein Hochhaus in der Nähe des Moskau-Flusses erreicht hatten. Dort lernte ich Ilias Bruder Fedor und seine Mutter kennen. Ich fand sie alle sehr nett und gastfreundlich, und alle sprachen sehr gut Deutsch. Eine große Familienwohnung im 1. Stock ist ihr zu Hause. Nachdem ich meine Koffer ausgepackt hatte, gab es zum Abendessen Hünchen und Kartoffelpürree, zum Nachtisch Tee, Kuchen und Kekse. Über die Gastgeschenke hatten sie sich sehr gefreut. Nach einer abendlichen Runde Poker mit Ilya und Fedor ging es dann ins Bett.

 

Samstag, 25.09.2010:

So ganz gut geschlafen hatte ich nicht, aber trotzdem wachte ich gut gelaunt auf. Zum Frühstück gab es Cornflakes und Tee. Dann brachte Sergej mich, Ilya und Feder um acht Uhr zur Metrostation, wo wir für mich eine Zwanziger-Karte kauften. Dann hatten wir nach einem fünfminütigem Fußmarsch die Schule erreicht. Dort warteten schon die anderen Austauschschüler. Um halb neun traf sich dann unsere Gruppe, die russischen Schüler hatten Unterricht. Die anderen Schüler hatten bis jetzt nur positive Erfahrungen gemacht. Nach einem kurzen Besuch in der Mensa ging es dann um halb zehn zum Kreml. Frau Makowa war unsere Führerin.

Nach ca. 30 Minuten hatten wir den Kreml erreicht. Nach einer Sicherheitskontrolle durften wir passieren. Der Kreml besteht aus mehreren Kathedralen und Denkmälern, einer Bühne, zwei Regierungsgebäuden, einigen Schutzmauern und zwei Parks. Viel gab es dort zu sehen, und ich schoss daher das ein oder andere Foto. Unser Führer im Kreml war sehr nett, und es war sehr lustig, wie er mit seinen Pralinen auf Dinge zeigte. Kurz vor Schluss konnten wir noch die Basilius-Kathedrale sehen. Ein Zufall an diesem Tag war, dass wir die netten Holländer aus dem Flugzeug wiedertrafen. Nach dem Wachwechsel verloren wir jedoch Elena, Kathrin und Hannah, die wir später an der Schule wiedertrafen. Nach einer kurzen Fahrt mit der Metro erreichten wir die Schule, wo wir zu Mittag aßen. Danach holte Sergej mich und Ilya ab. Dann ging es zu einer Bootsfahrt auf der Moskau. Auf der langen Fahrt konnte man viel von Moskau sehen, und ich schoss wieder viele Fotos. Abends ging es zum Landhaus meiner Austauschfamilie, und ich sank todmüde ins Bett.

 

Sonntag, 26.09.2010:

Im Landhaus meiner Gastfamilie schliefen wir sehr lange, da sonntags alle aus der Familie ihren freien Tag hatten. Nach dem Frühstück spielten Ilya und ich ein paar Runden Tischfußball und Tischtennis, dann gingen wir zu dritt, einschließlich Fedor zu einem kleinen Fußballfeld in der Nähe. Dort spielten wir ein wenig Fußball gegen ein paar andere Jungs. Danach gingen wir zum Landhaus von Artjum, dem Cousin von Ilya und Fedor. Mit ihm machten wir dann noch einen kleinen Spaziergang in den Wald. Gegen drei Uhr gab es Mittagessen, dann machten wir uns fertig, um zurück nach Moskau zu fahren. Gegen halb sechs kamen wir an, und hatten nur noch wenig Zeit bis zur Theater-Aufführung. Ich machte mich schnell fertig und wir fuhren los. Am Bolschoj-Theater warteten schon die anderen, und ich lernte noch die russischen Austauschpartnerinnen kennen. Das Stück Schwanensee war für mich nicht so interessant.

 

Montag, 27.09.2010:

Ich hatte sehr gut geschlafen und gegen acht Uhr fuhr uns dann Sergej zur Schule. Luca hatte heute Geburtstag, und fast alle gratulierten ihm. In der Gruppenstunde wurden die Tagebücher verlesen, und Herr Hakuba begann mit der Homepage. Dann sollten wir in der Projektstunde unsere Tagebücher abtippen. Nach zwei Stunden Russischunterricht ging es dann in die Mittagspause und anschließend zur nächsten Exkursion. Wir wollten eine Kirche, eine Synagoge und eine Moschee besichtigen. Wieder war Frau Makowa unsere Führerin, und sie erklärte uns sehr ausführlich Informationen. Da sich alles sehr in die Länge zog, es so viel zu erklären gab, es einige ungeplante Stops gab und wir durch halb Moskau liefen, schafften wir die Besichtigung der Moschee nicht mehr. Um sechs Uhr kamen wir todmüde wieder an der Schule an. Die Austauschpartner hatten alle sehr lange gewartet. Sergej brachte uns dann nach Hause.

 

Dienstag, 28.09.2010:

Am heutigen Morgen hatten wir zum ersten Mal Hospitation, und zwar in der vierten Klasse im Fach Deutsch. Die kleinen Schüler sprachen schon einigermaßen gut Deutsch, und konnten mit Leichtigkeit Sätze bilden. Am Ende gaben wir ihnen noch ein paar Geschenke, worüber sie sich sehr freuten. Nach einer kurzen Pause ging es dann los zur Schokoladenfabrik. Die Fabrik war recht groß, und nachdem wir erst etwas über die Geschichte der Kakaobohnen erfahren hatten, ging es in die Produktionshalle. Dort wurde teils mit modernen Maschinen gearbeitet, zum anderen Teil erfüllten Arbeiter verschiedene Aufgaben. Wir wurden mit Schokolade überhäuft, dass uns hinterher etwas übel war. Wir verzichteten sogar auf das Mittagessen. Am Nachmittag arbeitete ich an meinem Tagebuch, und um halb acht schauten ich, Fedor und Ilya das Fußballspiel Spartak Moskau – MSK Zilina. Die slowakische Mannschaft war chancenlos, und Spartak Moskau besiegte den MSK durch zwei Tore von Ari, sowie einem Tor von Ibson. Nach dem Spiel ging es dann ins Bett.

 

Mittwoch, 29.09.2010:

Heute starteten wir ebenfalls mit einer Hospitations-Stunde, wieder in der 4. Klasse, nur hatten sie diesmal Sportunterricht. Sie hatten eine ältere Lehrerin und machten verschieden Übungen mit Tennis- und Basketbällen. Keiner unserer Gruppe machte mit, wir saßen nur etwas lustlos auf einer Bank, in der Ecke der Turnhalle. Dann hatten wir erneut zwei Stunden Russischunterricht, in denen wir wieder ein paar neue Wörter lernten. Die Stunde war sehr lustig, da zuerst irgendwo auf der Straße fünf verschiedene Sirenen abwechselnd abgespielt wurden, und später Frau Motsar ans Telefon ging und fünf Minuten lang quatschte. Nach einer kurzen Besprechung in der Gruppe ging es dann mit den Austauschpartnern los zum Museum für Kosmonautik. Auf dem Weg erzählte uns Herr Hakuba, dass er am vorigen Abend beim Spartak-Spiel gewesen sei. Die Wachmänner hatten ihn zur zweiten Hälfte umsonst hineingelassen. Am Museum erblickten wir eine riesige Statue aus Titan, die eine aufsteigende Rakete zeigte. Im Museum gab es viel zu sehen. Von Raumanzügen, bis zu Ausstattung, Technik und Raketenmodellen. Nachdem wir das Museum verlassen hatten, gingen wir mit allen in der Stadt etwas essen. Nach ca. anderthalb Stunden fuhren wir dann mit der Metro zum Zirkus, der noch anstand. Die Temperaturen waren drastisch gesunken, und es waren nur 1-2 Grad warm. In der Metro war es zu der Zeit rappelvoll, und wir hatten Mühe uns mit der ganzen Gruppe in die kleinen Waggons zu quetschen. Am Zirkus warteten schon die Lehrer auf uns. Als erstes gab es akrobatische Aktionen und Comedy von ein paar Clowns. In der zweiten Hälfte führten Dompteure mit ein paar Raubkatzen waghalsige Kunststücke vor. Ilias Mutter holte uns ab und wir nahmen noch Jonathan und Dennis mit.

 

Donnerstag, 30.09.2010:

Heute sollte es nach Tschehow gehen, wo wir eine Papierfabrik besichtigen wollten. Um 8:15 Uhr trafen wir uns am Bahnhof Kurskaja mit Lehrern und Schülern und kauften Tickets für den Zug. Tschehow lag etwa 200 KM außerhalb von Moskau, daher dauerte es auch zwei Stunden bis wir dort ankamen. Am Bahnhof erwartete uns schon eine Arbeiterin des Werkes, die uns zu einem Bus führte, der uns zur Fabrik bringen sollte. Nach einer Viertelstunde hatten wir das Unternehmen erreicht, zunächst gab es aber ein kleines Frühstück für uns. Dann ging es los. Die Arbeiterin sprach fließend Deutsch, daher musste Frau Makowa diesmal nicht übersetzen. Die Firma “schattdecor” ist ein internationals Unternehmen, welches 1985 gegründet wurde. Mittlerweile ist die Firma weltweit aktiv und vertritt 10 Produktionsstätte. Die Firma stellt hauptsächlich Décor-Papier her, welches für die Herstellung von Möbeln verwendet wird. Nach einer etwa anderthalbstündigen Führung durch Papierrollen, modernen Maschinen und Lagerhallen kehrten wir in die Eingangshalle zurück. Nach der etwa zweistündigen Zugfahrt zurück nach Moskau, fuhren ich und Ilya zurück nach Hause. Zu Hause kochte uns seine Großmutter ein leckeres Essen, dann gingen wir Fußballspielen. Und nun sitze ich hier und schreibe Tagebucheinträge.

 

Freitag, 01.10.2010:

Morgens hatten wir als erstes wieder eine Hospitationsstunde, und zwar in der 1. Klasse Musik. Dann hatten wir eine Stunde Russischunterricht, und nach einer kurzen Pause ging es dann zur nächsten Exkursion. Wir wollten das historische Museum besichtigen. Dort gab es sehr viel Interessantes zu sehen. Viele Räume waren prachtvoll dekoriert und in vielen Glasschränken waren historische Gegenstände sorgfältig sortiert. Nachdem wir fertig waren, fuhren wir zurück zur Schule. Da wir heute früh fertig waren, wollten wir Fußball spielen. Auf einem Käfigplatz in der Nähe der Schule traf ich bekannte, aber auch neue Gesichter. Neben Ilya, Dennis, Nikita und Maxim lernte ich heute Peter, Fedor, Igor und einige andere kennen. Wir spielten viele Runden, anfangs mit drei, dann mit zwei Mannschaften. Abends in der Konzerthalle standen uns zwei Stunden klassische Musik bevor. Als einzigstes faszinierte mich eine Xylophonspielerin, die blitzschnell auf dem Instrument spielte.

 

Samstag, 02.10.2010:

Am Anfang dieses Tages wusste ich noch nicht, dass der Tag schlecht anfängt, und richtig schön endet. Um halb zehn standen wir auf, da es ja Samstag war. Gegen zehn Uhr fuhr uns dann Ilyas Mutter zu einer Metrostation, wo wir uns mit Dennis, Ilya, Luca und Jonathan treffen wollten. Dennis hatte uns eingeladen, für einen Tag auf sein Landhaus zu kommen. Als wir jedoch losfuhren, gerieten wir in den Wochenendverkehr. Da die meisten Leute aus Moskau am Wochenende zu ihren Landhäusern fahren, waren die Strassen mehr als nur “verstopft”. Fast zwei Stunden standen wir einem schrecklichen Stau und langweilten uns. Als wir dann endlich gegen ein Uhr am Landhaus ankamen, gab es erst einmal Tee und Kekse. In dem Landhaus war es eiskalt. Es lag in einer typischen Gegend, die vom Wald nicht weit entfernt war. Dann kam einer von Dennis Freunden zu uns. Sein Name war Micha, er hatte auch ein Landhaus. Er war fünfzehn Jahre alt, kam aus Moskau, sprach kein Deutsch, dafür aber sehr gut Englisch. So saßen wir noch ein bisschen beim Tee, bevor wir zu einem Spaziergang losgingen. Wir gingen in Richtung Wald, und an einem großen See vorbei, der sehr malerisch lag. Der Wald dagegen war nicht besonders schön. Mitten durch verlief eine antike Mauer mit Stacheldraht, die schonmal sicherer gewesen sein muss. Dann erreichten wir eine sehr große Lichtung. Dort befanden sich ein paar Sportplätze und eine Feuerstelle. Dort hielten wir uns seine Zeit lang auf, dann gingen wir zurück für eine kleine Pause. In der Zwischenzeit wollten ein paar Jungs aus der Gegend einen Ball holen. Dann gingen wir erneut los. Am Sportplatz trafen wir die Jungs und spielten eine Partie. Unser Team gewann am Ende mit 12:8. Dann spielten wir Fußball-Tennis. Ein Spiel, dass dort öfter gespielt wurde. Danach gingen wir zur Feuerstelle. Dort machten wir dann ein schönes Lagerfeuer. Wir hatten viel Spaß, sangen Lieder, spielten Gitarre, grillten Würstchen, aßen Cracker und ließen den Tag langsam ausklingen. Gegen neun Uhr gingen wir zurück zum Landhaus und fuhren anschließend zurück nach Moskau.

 

Sonntag, 03.10.10:

An diesem Tag tat ich nicht besonders viel. Ich stand gegen neun Uhr auf und frühstückte. Ilya hatte an diesem Tag ein Fußballturnier, daher war er sehr schnell weg. Ich setzte mich an den PC und tippte einige Tagebücher ab. Danach begann ich mit der Erstellung der Homepage. Nach dem Mittagessen verabschiedete sich Fedor von uns. Er hatte wieder einen Austausch nach Deutschland. Er fährt für zehn Tage nach Ingolstadt. Schade, nun wird es ruhiger hier sein. Ich machte noch weiter und später schrieb ich Postkarten fertig. Am Nachmittag kam Ilya wieder, und wir schauten uns das Fußballspiel Chelsea gegen Arsenal an. Dabei hörten wir ein paar Rock-CD’s. Nachdem Drogba das 1 zu 0 schoss wurden wir unterbrochen. Wir sollten in der Küche mithelfen Pilmenyi, ein russisches Gericht zu machen. Pilmenyi sind Teigtaschen, die mit Hackfleisch gefüllt sind. Sie haben sehr lecker geschmeckt. Nach dem Essen schauten wir das Spiel weiter. Alex beendete die Partie mit einem wunderbar angedrehten Freistoss in den Winkel und verhalf Chelsea zum 2 zu 0 Sieg. Danach gingen wir schlafen.

 

Montag, 04.10.10:

Diesen Tag begannen wir mit zwei Gruppenstunden. Wir erwarteten den Besuch von Herrn Schrader, unserem Schulleiter. Wir wollten ihm von unseren Eindrücken aus Moskau berichten. Also schrieb jeder einen kurzen Text. In der zweiten Stunde kam dann Herr Schrader, und wir trugen unsere Texte vor. Nachdem wir fertig waren, durften wir uns zwei Stunden Unterricht in den Klassen unserer Partner ansehen. Ilya hatte eine Doppelstunde Mathe, welche sehr lustig anzuschauen war. Die Klasse musste eine Kontrollarbeit schreiben. Die Lehrerin war sehr sehr streng, und ich hatte das Gefühl, dass sie jedem der spickt oder redet den Kopf abreißt. Aber fast alle Schüler lachten, redeten und amüsierten sich, und die Lehrerin schrie sehr viel rum. Und sie machten richtiges Teamwork, fragten sich gegenseitig nach den Lösungen, gaben sich Zeichen, und Maxim hatte sogar sein Buch unter dem Tisch. Nach einer kurzen Besprechung im Projektraum und der Mittagspause ging es zur nächsten Exkursion. Diese war eigentlich sehr interessant. Wir sahen uns die Baustile in Moskau an. Wir machten verschiedene Zwischenstops. Einmal an einem großen See in der Stadt, am Olympiastadion Luschniki und an einem riesigen Haus aus Holz. Gegen halb sieben kamen wir wieder an der Schule an und wurden von unseren Austauschpartnern abgeholt.

 

Dienstag, 05.10.10:

Heute sollten wir eigentlich zuerst eine Hospitations-Stunde haben. Das hatten auch einige, aber nicht ich und Jonathan. Wir wollten uns gerade den Unterricht ansehen, als die Lehrer uns zum Computer-Raum brachten, wo wir unsere Eindrücke abtippen sollten. Nach dieser Stunde ging es dann zu einer Theateraufführung in der zehnten Klasse. Eine Gruppe von Schülern spielte das Stück “Eine Begegnung mit Goethe”, welches von einem Schüler handelte, der sehr viel über Johann Wolfgang von Goethe lernen musste. Als er dann beim Lernen einschlief, wurde er in einen Traum geholt und erfuhr allen Stoff, den er lernen musste. Nach der Theateraufführung hatten wir ziemlich lange Gruppenarbeit, bevor wir nach der Mittagspause zur nächsten Exkursion starteten. Heute wollten wir den deutschen Friedhof in Moskau besichtigen. Heute leitete unseren Ausflug Frau Goryunova. Auf dem Friedhof sahen wir uns die Gräber von berühmten Persönlichkeiten an. Frau Goryunova erzählte uns verschiedene Dinge über die Biografie und Persönlichkeit. Jedes Mal legten wir Blumen an den Gräbern nieder. In der Schule wurde ich von Ilya abgeholt, dann fuhren wir mit dem Aufzug vom Lotte-Einkaufszentrum in den 21. Stock und genossen eine wunderbare Sicht auf das Moskauer-Zentrum. Danach ging ich noch Souvenirs kaufen und anschließend gingen wir nach Hause.

 

Mittwoch, 06.10.10:

Am heutigen Tag starteten wir ohne Herr Wahl-Aust, der aufgrund einer Erkältung leider nicht kam. Aber Herr Hakuba war ja auch noch da, und so machten wir die ersten Stunden nur mit ihm Gruppenarbeit im Projektraum. Danach hatten wir die finalen zwei Stunden Russischunterricht, in denen wir zuerst wieder Silben, und dann eine Rede für den Abschiedsabend übten. Nach einer kurzen anschließenden Pause, ging es dann mal wieder zu einer Exkursion. Heute wollten wir das deutsch-russische Haus in Moskau besuchen. Bei diesem Ausflug waren die russischen Austauschschüler ebenfalls mit. Wir fuhren mal wieder mit der sehr vollen Metro, und nach einem anschließenden zehnminütigen Fußmarsch hatten wir das Haus erreicht. Dort erwartete uns bereits eine Führerin, die uns durch verschiedene Bereiche des Hauses führte. Nachdem wir alles gesehen hatten, mussten wir in einer großen Besprechungs-Halle Fragebögen zum Thema Musik ausfüllen. Anschließend diskutierten wir im Spiel “Talk-Show” über verschiedene Themen, die beispielsweise die Jugend betrafen. Nachdem wir fertig waren, fuhren wir zurück zur Schule, wo sich unsere Gruppe wieder teilte. Wir gingen noch mit Luca, Jonathan, Ilya und Dennis etwas essen, dann ging es nach Hause.

 

Donnerstag, 07.10.10:

Etwas traurig wachte ich heute morgen auf. Es war der letzte Tag in Moskau und irgendwie wollte ich noch ein zwei Wochen dort bleiben. Moskau ist eine so tolle Stadt. Am Morgen fingen wir wieder mit Gruppenstunden, in denen wir am PC arbeiteten und die letzten Referate vortrugen. Auch ich musste heute mein Referat ueber den Moskauer-Kreml vortragen. Um zehn Uhr hatten wir in letztes Treffen mit Herrn Bubman, dem Schulleiter. Gegen drei Uhr begaben wir uns zu einem kleinen Praesentationsraum, wo wir unsere Eindruecke berichteten. Dann gab es in der Mensa ein riesiges Buffet, extra für uns zum Abschied. Wir verabschiedeten uns vom Kellner und unsere Gruppe trennte sich. Ilyas Mutter fuhr uns dann nach Hause. Schade, dass der Austausch so schnell vorüberging…

 

 

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