Vanessa: Auslandstagebuch – Moskau

Tagebuch 24-09-10

Endlich bin ich nach einer langen und anstrengenden Reise in der Familie angekommen. Es ist sehr schön hier und wir hatten bereits am ersten Tag viel Spaß in Moskau.

Nach unserer Ankunft sind wir mit dem Auto durch die Stadt gefahren und haben schon eine Menge bedeutender Gebäude gesehen.

Unsere Gastfamilie hat uns herzlich aufgenommen und wir hatten Zeit uns ein bisschen kennen zu lernen. Nach einen ungewohntem aber leckerem Abendessen haben wir den weiteren Verlauf des Tages abzusprechen. Wir haben beschlossen uns auf den Weg zur U-Bahn Station zu machen und haben dort unsere Fahrkarten für unseren Moskau Aufenthalt gekauft.

Auf dem Weg hatten wir genug Zeit um uns zu unterhalten. Im Großen und Ganzen war der Tag trotz anstrengendem Flug gelungen und ich freue mich auf die weitere Zeit in Moskau.

 

Tagebuch: 26-09-10 (Katrins Geburtstag)

Heute ist endlich Sonntag und wir konnten ausschlafen. Da wir gestern noch abends durch Moskau gefahren sind und die Stadt bei Nacht besichtigt haben sind wir erst spät nach Hause gekommen. Dieser Ausflug war sehr interessant und wir haben eine Menge Fotos an den unterschiedlichsten Orten gemacht. Heute Morgen, sind Karin und ich erst sät aufgestanden und wurden von einem sehr leckerem Frühstück begrüßt. Es gab süßen Brei und einen Joghurt.

Um 12 Uhr sind wir mit der Familie in einen großen Park gegangen und haben dort wieder viele Fotos mit unseren Austauschpartnern gemacht. Nach einem langen Spaziergang hatten unsere Austauschpartner die Idee mit uns auf einen Honigmarkt zu gehen, wo wir jede Menge Honig probieren und kaufen. Eine halbe Stunde später machten wir uns auf den Weg nach Hause, wo die Oma schon mit dem Essen wartete. Heute gab es eine Suppe und später noch Kartoffeln mit Fleisch und Pilzen, die die Mutter am Vortag gesammelt hat.

Den Rest des Tages verbrachten wir zu Hause um uns von dem Anstrengendem Spaziergang zu erholen. Eben haben wir uns fürs Ballett zurechtgemacht und gehen jetzt los. Ich bin schon ziemlich gespannt.

Tagebuch: 27-09-10

Heute Morgen sind wir um sieben Uhr von einem Klopfen an der Tür geweckt worden. Ich war noch sehr müde und habe schlecht geschlafen doch die Begrüßung am Frühstückstisch war wie immer sehr herzlich und ich bekam gleich bessere Lauen. Nach dem Frühstück haben wir unsere Sachen gepackt und gingen zur Schule. Heute freute ich mich sehr auf den Russischunterricht, der mir in nachhinein noch besser gefallen hat als ich mir eigentlich erhofft hatte. Danach haben wir uns zum Mittagessen mit unseren Austauschpartnern in der Kantine getroffen und abgesprochen, wann wir uns heute nach unserem Ausflug in der Schule treffen. Um ca. 14:30 Uhr machte sich unsere Schulgruppe auf den Weg zur ersten katholischen Kirche, die mir persönlich sehr gefallen hat. Einige Schüler kauften sich dann Karten um sie nach Deutschland zu ihren Familien zu schicken. Später gingen wir weiter zu einer Synagoge. Diese hat mir ebenfalls gefallen und es war spannend zu sehen, wie das Gemeindehaus anderer Religionen von innen aussieht. Etwas seltsam war jedoch, dass wir am Eingang von einer Security kontrolliert worden sind. Am Ende des Ausflugs waren wir noch bei McDonalds und einige haben sich etwas zu Essen geholt. Dann begaben wir uns auf den Rückweg mit der U-Bahn (Metro), was mir persönlich am meisten gefallen hat, weil mich vor allem die Rolltreppen fasziniert haben, die sehr lang waren und tief nach unten führten. Ich freue mich jedoch gleich ins Bett zu gehen um morgen fit für den nächsten spannenden Ausflug zu sein, denn der Tag war sehr anstrengend.

Tagebuch: 28-09-10

Heute sind wir um sieben Uhr aufgestanden. Zum Frühstück gab es süßen Brei, eine Joghurt und einen Tee. Um etwa 7:45 gingen wir zur Schule. In der Schule angekommen besuchten wir eine Stunde lang den Deutschunterricht der 4. Klassen, der ähnlich anlief wie der Unterricht in den deutschen Grundschulen. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum „Roten Oktober“, der Schokoladenfabrik in Moskau, die von einem Deutschen (Theodor Ferdinand von Einem) gegründet wurde. Dieser Ausflug hat mir persönlich bis jetzt am besten gefallen. Es war sehr spannend, lehrreich, aber vor allem sehr lecker.

Dieser Ausflug war sehr aufregend, denn ich war noch nie in einer Schokoladenfabrik, die vor allem auch so sehr bekannt ist. Nach diesem Ausflug sind wir wieder zurück in die Schule gefahren, wo bereits unsere Austauschpartner auf uns warteten. Um uns zu erholen, saßen wir noch etwa 20 Minuten in der Schule und machten uns dann auf den Weg nach Hause.

Das Mittagessen war wie immer sehr lecker und wir hatten heute noch vor nach Starbucks zu gehen, doch dies müssen wir uns noch überlegen, weil das Wetter nicht unbedingt unseren Vorstellungen entspricht. Ansonsten nutzen wir den Tag, um uns auszuruhen, damit wir fit für den morgigen Tag sind.

Tagebuch: 2010-09-29

Der heutige Tag war sehr anstrengend, deshalb werde ich mich kurzfassen.

Wir sind um ca. sieben Uhr aufgestanden. Nach dem Frühstück gingen wir zur Schule, wo wir schon zum Sportunterricht erwartet wurden. Dieser war anders, als ich ihn aus Deutschland kenne. Die Kinder sind gleich gekleidet (gelbes T-Shirt und eine schwarze, kurze Hose) und strengen sich auch mehr an als die Deutschen Schüler es tun würden. Der Unterricht kam mir persönlich strenger und ernster vor als in Deutschland. Ich finde den Sportunterricht in Deutschland besser, weil ich denke, dass wir uns im Sportunterricht von den ernsten Fächern ablenken sollten und uns ein bisschen lockern. Nach der Stunde gingen wir in ein Museum für Kosmonautik. Das Museum gefiel mir eigentlich ganz gut, weil wir uns in Gruppen aufgeteilt haben und sich jeder angucken konnte, wofür er sich am meisten interessierte. Später trafen sich alle Moskauer Schüler mit den deutschen Schülern bei McDonalds und wir aßen gemeinsam unser Mittagessen.

Um ca. 17:45 fuhren wir zusammen zum Zirkus und schauten uns die Vorstellung an. Ich fand die verschiedenen Auftritte gut. Am besten fand ich den Auftritt mit den Hunden. Doch es gab zwei Auftritte, die ich nicht so gut fand. Bei dem Auftritt eines Kaninchens, wurde das Kaninchen auf den Boden geschmissen und bei einem weiteren wurden Mader an einen Mantel festgebunden und durch einen Faden wieder freigelassen. Manche Mader liefen sofort zurück in ihren Stall doch andere lagen noch auf dem Boden und ich dachte, dass sie verletzt waren. Dieser Anblick machte mich traurig.

Nach dem Zirkus sind wir nach Hause gefahren und so schnell wie möglich schlafen gegangen, denn der Tag war lang und anstrengend.

Tagebuch: 2010-09-30

Heute Morgen sind wir um sieben Uhr aufgestanden und haben Frühstück gegessen. Später sind wir mit der Oma aus der Gastfamilie zur U-Bahn Station gegangen, wo wir uns um 8:15 Uhr mit der Gruppe trafen. Es dauerte etwa eine halbe Stunde und wir begaben uns zum Bahnsteig. Auf dem Weg zur Papierfabrik waren alle sehr müde und haben sich ausgeruht. Etwa eineinhalb Stunden später kamen wir an und wurden von Olga, die uns später auch das Unternehmen zeigte, erwartete. Wir gingen über den kleinen Bahnhof zum Bus und fuhren gefühlte 10 Minuten zur Papierfabrik. Begrüßt wurden wir von einem bombastischen Frühstück, wo sich alle erst einmal von der langen Reise stärkten. Olga hat uns durch das ganze Unternehmen geführt, das ich sehr spannend fand. Ich dachte nämlich, dass meine Möbel aus Holz bestehen und nicht aus bemalten Papier.

Die Führung war sehr lehrreich und meiner Meinung nach auch bis jetzt der beste Ausflug, den wir gemacht haben. Nach der Führung verabschiedeten wir uns und die Firma gab uns noch etwas zu Essen und zu Trinken für die Rückreise.

Wir fuhren mit dem Bus zurück zum Bahnhof, wo wir noch Zeit hatten uns die Läden anzugucken. Die Strecke mit dem Zug verging schnell und wir fuhren weiter mit der U-Bahn zur Schule, wo Katrin und ich den Rest des Weges bis nach Hause alleine meisterten.

Zu Hause angekommen wurden wir von einem leckeren Mittagessen begrüßt undverbrachten den Rest des Tages im Zimmer, wo wir uns ausruhten.

 

Tagebuch: 2010-10-01

Heute Morgen sind wir wie immer so gegen sieben Uhr aufgestanden. Wir haben gefrühstückt und sind zur Schule gegangen. Heute waren wir sehr früh in der Schule und warteten auf die anderen deutschen Schüler. Um halb neun haben wir uns in drei Gruppen aufgeteilt und gingen in verschiedene Kassen der Grundschule. Meine Gruppe war in der Legotechnik. Dort sahen wir, wie die kleineren Kinder der Schule, verschiedene Gebäude aus Lego bauten. Am Ende der Stunde stellten sie ihre Bauwerke vorne an der Tafel vor. Die Stunde verging sehr schnell. Bei uns in Deutschland gibt es in der Schule kein Schulfach, wo so etwas unterrichtet wird. Ich denke, dass dieses Fach unnötig ist und ich wüsste auch nicht, wofür man dies braucht. Nach der Stunde hatten wir wieder Russischunterricht. Später trafen sich die deutschen Schüler und wir gingen gemeinsam mit den Lehrern und einem Museumsführer ins historische Museum, wo wir eine Führung hatten. Man konnte viele Sachen aus den verschiedenen Zeitepochen sehen, doch langsam habe ich genug von Museen. Es ist sehr schade, dass wir so viele Museen besuchen, die man eventuell auch in Deutschland besichtigen könnte. Um eins sind wir wieder zur Schule gefahren. Dort warteten wir auf unsere Austauschpartner und sind um ca. zwei Uhr zum Arbat, einer berühmten Kaufstraße in Moskau, gegangen. Wir sind lange rumgelaufen und haben viel geredet und gelacht. Nach unserem Ausflug gingen wir nach Hause um unser Mittagessen zu essen. Jetzt entspannen wir und bereiten uns auf das Tschajkowski Konzert vor, dass wir am Abend besuchen werden.

Tagebuch: 2010-10-02

Heute ist Samstag und wir konnten ausschlafen. Ich bin um kurz vor elf aufgestanden und begab mich mit Katrin zum Frühstück. Wir konnten uns in Ruhe fertigmachen und für den Tag vorbereiten. Um eins machten wir uns dann auf den Weg zur Metro, weil wir uns für zwei Uhr mit Hannah und ihrer Austauschpartnerin Polina verabredet haben. Wir waren in einem großen Einkaufszentrum, wo es viele Läden gab. Besonders gut haben mir die Läden gefallen, die es in Deutschland nicht gibt, denn so konnten wir uns auch die Unterschiede bei der Kleidungswahl zwischen den Russen und den Deutschen anschauen. Es war sehr spannend, weil mich dieses Thema sehr interessiert. Um 16:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Arbat. Dort gab es ein Hard Rock Cafe (gibt es ebenfalls nicht in Düsseldorf), wo wir uns ausruhten und etwas aßen. Hannah und ich teilten uns einen Teller Nachos und gefüllte Kartoffeln, dazu ein Wasser. In dem Cafe haben wir viel geredet und uns auch für den Sonntag verabredet. Um ca. 19:00 Uhr gingen wir weiter und besuchten Souvenir Läden, wo wir Karten und ähnliches kauften. Später gingen wir nach Hause und waren so müde, dass wir direkt schlafen gegangen sind.

Tagebuch: 2010-10-03

Heute Morgen sind wir um ca. zehn Uhr aufgestanden. Nach einem langen Frühstück zog ich mich in mein Zimmer zurück um ein bisschen zu entspannen und las ein Buch. Später bereitete ich mich für die Stadt vor. Um zwei Uhr waren Hannah, Katrin und ich am Arbat verabredet um zusammen ein bisschen die Stadt zu besichtigen. Wir liefen ziemlich lange die Straßen Moskaus entlang und liefen uns dann in einem Cafe nieder, wo wir uns über unsere Erfahrungen in den Familien und andere Themen austauschten. Wir aßen und tranken etwas und beschlossen dann um ca. sechs Uhr uns auf den Weg nach Hause zu machen. Wir warteten noch mit Hannah auf ihre Austauschpartnerin und gingen nach Hause. Als wir ankamen ruhten wir uns erst einmal aus und wurden später von der Oma zum Essen gerufen. Nach dem Essen redeten wir noch lange mit unseren Austauschpartnern über den Austausch. Heute war ein anstrengender Tag und wir gingen schnell schlafen.

Tagebuch: 2010-10-04

Heute Morgen wurden wir um sieben Uhr geweckt. Wir packten unsere Sachen für den langen Ausflug, der uns heute erwartete und gingen zum Frühstück. Um ca. 7:45 Uhr gingen wir los zur Schule. Nach der Gruppenstunde hatten wir Unterricht in den Klassen unserer Austauschpartner. Da ich nichts verstanden habe, war es etwas langweilig. Doch wir wussten wie wir uns die Zeit vertreiben konnten und malten. Nach dem Mittagessen in der Kantine wartete der Bus schon auf uns und wir starteten unsere Tour. Dieser Ausflug hat mir persönlich nicht so sehr gefallen. Wir sind zu selten Ausgestiegen und vom Bus aus konnte man sich die Sehenswürdigkeiten schlecht aber vor allem auch nicht lange sehen. Später haben wir noch eine längere Pause eingelegt und alle haben sich etwas zu Essen und zu Trinken gekauft.

Als wir zu Hause ankamen, gab es sofort Essen und wir gingen schnell schlafen.

Tagebuch: 2010-10-05

Heute Morgen sind wir etwas zu früh in der Schule gewesen und warteten auch ziemlich lange auf die anderen Deutschen Schüler. Auffällig war, dass sich die Lehrer sich heute, am sogenannten Lehrertag, von ihren Schüler feiern und beschenken ließen. Dann kamen nach und nach die anderen und wir gingen los um uns den Deutschunterricht unserer Austauschpartner anzusehen. Dabei kamen ein paar Komplikationen mit der Aufteilung der Schüler auf. Am Ende saßen dann doch fast alle Deutschen Schüler in der Deutschklasse bei Frau Makowa. Der Unterricht kam mir etwas streng vor und als dann auch noch Frau Makowa begann die Schüler zu beleidigen fand ich das sehr ungerecht. Denn am Samstag sah ich, dass die “Moskauer“ ziemlich viel lernen. Als Hannah, Katrin und ich nämlich in der Stadt unseren Spaß hatten, haben unsere Austauschpartner gelernt und saßen den ganzen Tag von acht Uhr morgens bis zehn Uhr abends an Hausaufgaben und ähnlichem. Nach der Hospitation des Unterrichts hatten wir unsere Projektarbeit fortgesetzt und die letzten Referate vorgetragen. Um ca. ein Uhr begaben wir uns dann in die Kantine um etwas zu Essen. Um halb zwei sind wir dann mit der Metro zum Deutschen Friedhof aufgebrochen. Ich hatte mir diesen Ausflug sehr langweilig vorgestellt, doch als wir ankamen, war es doch sehr interessant. Wir besichtigten die Grabmäler vieler bekannten Schauspieler, Geschäftsführer und anderen wichtigen Personen. Mit Verspätung gingen wir zurück zur Bahn und fuhren zur Schule und von dort aus nach Hause. Dort aßen wir und ruhten uns aus.

Tagebuch: 2010-10-06

Heute standen wir wie immer um sieben Uhr auf und machten uns wie immer bis halb acht fertig. In der Schule setzten wir unsere Gruppenarbeit fort. Später gingen wir mit unseren Austauschpartnern und anderen Schülern der achten Klassen uns Deutsch-Russische Haus. Wir machten dort eine Führung und sielten in Gruppen ein Spiel. Jede Gruppe musste eine Talkshow zu einem bestimmten Thema vorbereiten und dann der Gruppe vorführen. Unsere Gruppe hatte das Thema Musik. Danach gingen Hannah, Katrin und ich zum Arbat. Wir waren bei McDonalds und gingen in den Park. Um sieben Uhr gingen wir nach Hause um zu Essen. Um ca. zehn Uhr gingen wir dann schlafen.

 

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