Laura: Auslandstagebuch – Moskau

Tag 1 :

Heute morgen haben wir uns um 8 Uhr am Flughafen Düsseldorf getroffen und sind von dort nach Moskau geflogen. Im Flugzeug saß ich neben Vanessa in der allerletzten Reihe der Maschine. Als wir endlich gelandet waren, mussten wir noch mit dem Zug 45 Minuten zu einem Bahnhof fahren, von wo aus die Familien uns abgeholt haben. Als ich dann zum Erstem Mal meine Gastfamilie gesehen habe, war ich sehr erleichter, da sie alle sehr nett aussehen.

Mit dem Auto sind wir dann zu ihnen nach Hause gefahren, wir haben aber sehr lange gebraucht, weil wir in den Wochenendsstau geraten sind. Unterwegs sind mir ein paar Autos aufgefallen, wo ich nur dachte, dass diese in Deutschland gar keinen TÜV mehr hätten. Meine Gastfamilie wohnt in einem 12-Stöckigem Hochhaus und dort im 6. Stock. Zum Abendessen gab es etwas traditioneles mit Teig. Danach habe ich noch meine Gastgeschenke verteilt und bin dann schnell zu Bett gegangen.

 

Tag 2:

Heute morgen bin ich zusammen mit Nadja (meiner Austauschpartnerin) um 7 Uhr zur Schule losgegangen. Wir mussten erst ein Stück mit dem Bus fahren, dann mit der Bahn und dann noch einmal in eine andere Bahn umsteigen. Zuletzt mussten wir noch ein Stück zu Fuß gehen. In der Schule habe ich erstmal meine Freunde wiedergesehen. Jeder erzählte von seinen ersten Eindrücken. Dann sind wir zum Kremel aufgebrochen. Es war sehr interessant, aber auch anstrengend, da man so viele Informationen auf einmal bekommen hat und diese erst einmal verarbeiten musste.

Allerdings haben wir auch Soldaten gesehen, die nicht immer im Gleichschritt waren, das war dann immer sehr lustig. Nach dem Besuch des Kremels, sind wir zurück zur Schule gegangen, dort haben wir zu Mittag gegessen, es gab Reis und Fisch. Von dort aus bin ich dann mit ein paar anderen und unseren Austauschpartnern zum Geldwechsel aufgebrochen. Danach sind Nadja, Jonathan, Lucca, Ilja, Denis und ich zu einem sehr langem Spaziergang aufgebrochen. Wir sind in einen Park gegangen, wo man sich Maschinen angucken konnte, die im Krieg waren. Es war interessant, aber dann doch eher was für die Jungs. In dieser Zeit kam auch eine Freundin von Nadja dazu. Alle zusammen sind wir dann in ein Café gegangen, um etwas zu Trinken oder zu Essen.

Insgesamt hat der Spaziergang mehr als 4 Stunden gedauert. Und danach waren alle erledigt. Zuhause angekommen, musste Nadja ihre Hausaufgaben machen. Ich habe in der Zeit eine Deutsche Sendung geguckt. Zum Abendessen gab es dann Eierkuchen und Müsli. Danach hab ich nochmal an meinem Laptop ein paar deutsche Sendungen geguckt. Dann bin ich eingeschlafen.

 

Tag 3:

Heute war zwar Sonntag, aber ich musste trotzdem früh aufstehen, weil Nadja einige Tests in der Schule absolviert hat. Während sie diese Tests geschrieben hat, bin ich mit Hannah und Elena in ein Einkaufszentrum gegangen. Wir hatten eine Menge Spaß und sind danach noch zu Starbucks gegangen. Um circa 2 Uhr waren unsere Austauschpartnerinnen mit den Tests fertig und wir sind zusammen noch durch das Einkaufszentrum gegangen. Später sind wir dann zurück nach Hause gefahren. Zum Mittag gab es Schnitzel mit Pommes, wobei die Pommes nicht gesalzen waren. Es war aber trotzdem lecker. Am Nachmittag habe ich mein Buch weitergelesen. Um 6 Uhr sind wir zum Theater aufgebrochen, wo wir uns am Abend Schwanensee angucken werden. Da Nadja sich aber nicht mehr sicher war, wo das Theater ist, haben wir ein bisschen vor der Metrostation gewartet bis noch andere kamen und sind dann gemeinsam dorthin gegangen. Vor dem Theater musste ich allerdings noch meinen Vortrag über das Russische Staatsballett halten. Aber Herr Wahl-Aust meinte er wäre gut gewesen. Dann sind wir reingegangen, um uns die Vorstellung anzuschauen. Am Anfang dachte ich, dass es jetzt wahrscheinlich eher langweilig werden würde, doch als der Tänzer die ersten Piuretten gedreht hatte, war ich schon beeindruckt und sie hatten Respekt verdient.

Dennoch war ich froh, als das Ballett vorbei war. Wir wurden dann von Nadjas Vater abgeholt und nach Hause gebracht. Es war ein anstrengender Tag und deswegen bin ich dann direkt ins Bett gegangen.

 

Tag 4:

Heute war ein ziemlich anstrengender Tag...

Aber von vorne: Um 7 Uhr sind wir zur Schule losgefahren, da aber sehr viel Verkehr war, waren wir auch erst auf die Sekunde genau um 8:30 da. Sofort fing unsere Gruppenstunde an, jeder erz ä hlte erst einmal, wie es ihm in der Gastfamilie geht und dann sollte jeder einen Tagebucheintrag vorlesen. Nachdem das geschehen war, hat Elena ihr Referat über die Basiliuskathedrale gehalten. Es war sehr interessant und informativ. Dann haben wir noch f ür Lucca und Kathrin gesungen, die beide am Sonntag bzw. heute am Montag Geburtstag haben. Danach sind wir zu einem Treffen mit dem Schulleiter gegangen. Er hat uns die Schule gezeigt und uns die Aufteilung der Grundschulr ä ume sowie der Gymnasiumsr ä ume erkl ä rt. Zudem hat er uns einen Ballettraum gezeigt, wo die Grundschulkl ä sser Unterricht nehmen. Er war zwar klein, aber sehr sch ö n ausgestattet. Zuletzt zeigte er uns noch ihre Turnhalle. Die aber sehr klein war und es war Holzboden ausgelegt. Nachdem wir uns alles angeguckt hatten, hat uns der Schulleiter noch zu einem Tee in sein B üro eingeladen. Dort konnten wir noch Fragen stellen. Als das Treffen zuende war, hatten wir unsere erste Russischstunde. Wir haben ein paar Buchstaben gelernt, und sind ein Arbeitsblatt durchgegangen. Ich fand den Unterricht einerseits gut, aber andererseits war es schwierig sich die ganze Zeit zu konzentrieren, da die Lehrerin nur Russisch und ein paar Brocken Englisch konnte. Als wir die Doppelstunde beendet hatten, hatten wir noch Projektarbeit, die bestand aber eher darin unsere Tagebucheintr ä ge zu schreiben bzw. hochzuladen und unsere Emails zu checken. Dann gab es Mittagessen, ich habe aber nur ein Geb ä ck mit Marmelade gegessen, Um 14:30 Uhr ging unser Ausflug schon los. Wir hatten vor eine katholische Kirche, eine Synagoge und eine Moschee zu besuchen. Leider konnten wir die Moschee nicht mehr besichtigen, da wir keine Zeit mehr hatten. Zuerst mussten wir einen langen Fu ß marsch hinter uns bringen, bis wir an der katholischen Kirche angekommen waren, als wir drinnen waren, war es eher nicht so spannend, da man fast keinen Unterschied zu den deutschen Kirchen sehen konnte, Deswegen sind wir auch recht schnell weitergegangen zu einer Synagoge. Die Synagoge war aber echt interessant. Am Eingang standen Sicherheitsleute und wir mussten durch eine Schranke, wie beim Flughafen gehen. Ich fand es sehr übertrieben, da ich mir nicht vorstellen konnte, dass jemand eine Synagoge überfallen w ürde... Als wir durch die Sicherheitskontrolle gegangen waren, sind wir auch sofort in den Gebetsraum gegangen und so langsam begriff ich, dass das keine ‘’ normale ’‘ Synagoge ist. Es war alles sehr luxuri ö s ausgestattet und mit Marmorboden ausgelegt. Von au ß en habe ich dieses Geb ä ude aber auch nicht f ür einen Synagoge gehalten, sondern eher f ür ein Hotel oder Sonstiges. Nach dem Besuch in der Synagoge wollten wir eigentlich noch in die Moschee gehen, da uns aber eh nicht mehr so viel Zeit blieb, sind wir noch zum ä ltestem MC Donald der Stadt gegangen und haben dort etwas gegessen. Wir waren froh, wieder etwas Essen zu k ö nnen, was uns bekannt war. Der R ückweg allerdings wurde noch mal ein Abenteuer. Wir sind runter zu Metrostation gegangen und dort stehen Automaten wo man sein Ticket vorzeigen muss, um mit der Rolltreppe zur eigentlichen Station zu kommen. Ich musste noch mein Ticket rausholen, w ä hrend alle anderen schon durchgegangen waren. Elena war so nett, und hatte gewartet. Jedenfalls gehen wir dann durch die Schranke durch und haben unsere Mitsch üler nicht mehr gefunden. Wir sind dann mit der Rolltreppe runtergefahren, da wir dachten sie w ä ren vielleicht schon runtergefahren. Dem war aber nicht so, also sind wir wieder hoch gefahren, und w ä hrend wir hoch gefahren sind, haben wir auf der gegen überliegenden Rolltreppe die ganze Truppe runterfahren gesehen. Also sind wir wieder runtergefahren und dort warteten dann auch schon die anderen wieder.

An der Schule angekommen wartete dort schon Nadja und wir sind zusammen zum Auto von Nadjas Vater gegangen. Als wir zuhause angekommen waren, war ich sehr ersch ö pft und habe noch eine Kleinigkeit gegessen und bin dann ins Bett gegangen.

 

Tag 5:

Der f ü nfte Tag in Moskau hat begonnen und wir mussten wie ü blich mit der Bahn zur Schule fahren. Dort sind wir dann in den Deutschunterricht der vierten Klassen gegangen. Es war sehr interessant zu sehen, wie man Deutsch als Fremdsprache unterrichtet. Danach sind wir zum Fr ü hstuck in die Kantine gegangen, bevor wir zur Schokoladenfabrik (,,Roter Oktober ’‘ ) aufgebrochen sind. Dort angekommen, mussten wir uns erstmal M ü llt ü ten ü ber die Schuhe ziehen, da wir keinen Dreck in die Halle mit reinbringen sollten. Zuerst hat die F ü hrechrin uns etwas ü ber die Firma und die Schokolade an sich erz ä hlt,bevor wir dann mit einem Schutzkittel und einer Haube in die Fabrik reingehen durften. Ich war sehr erstaunt, da die F ü hrerin gesagt hat, dass die Ger ä te ü ber 40 Jahre alt seien. Und da habe ich mich gefragt, ob das ü berhaupt sein kann, da man eigentlich die Ger ä te im Laufe der Jahre austauschen muss... Wir haben viel Schokolade zum Probieren bekommen, aber nach dem zweitem St ü ck konnten die meisten schon nicht mehr und mussten die Schokolade dankend ablehnen. Am Schluss der F ü hrung gab sie uns noch etwas Schokolade und Pralinen f ü r zuhause mit. Das war sehr nett, denn es war auch nicht gerade eine kleine Menge.

 

 

Zurück an der Schule angekommen, haben wir auf unsere Austauschpartner gewartet und sind dann nach Hause gefahren. Dort gab es erst eine Gem ü sesuppe und dann Schnitzel mit Kartoffelbrei. Am Nachmittag waren wir zuhause und ich habe mich erstmal entspannt und mir vorgenommen fr ü her schlafen zugehen. Was aber nicht geklappt hat. ;)

 

Tag 6:

Heute waren wir zuerst im Sportunterricht der Klasse 4. Es lief vieles anders ab. Zum Ersten hatten sie die gleiche Sportkleidung an. Zum Zweiten lief alles viel geordneter ab, die Lehrerin hatte eine Trillerpfeife, die sie auch benutzte. Bei uns hat der Lehrer zwar auch eine benutzt sie aber nie. Danach hatten wir zwei Stunden Russischunterricht. Diesmal war es spannender, da wir schon ein paar Sätze und Wörter lernten.

Um 13 Uhr sind alle Schüler zusammen zum Museum für Kosmonautik aufgebrochen. Es wurde eine Führung für uns gebucht. Die aber schon nach nur wenigen Minuten abgebrochen wurde, weil alle nicht richtig zugehört hatten. Deswegen sollten wir dann mit unseren Austauschpartnern durch das Museum laufen, in der Hoffnung es würde nicht zu sehr langweilen. Im Endeffekt fand ich es dennoch langweilig, nur den Film den wir am Ende über Astronauten geguckt haben, der aber leider auf Russisch war, fand ich gut.

Nach dem Museum sind alle Schüler zu Mac Donalds geeilt und haben sich dort die Bäuche „vollgeschlagen“. Dort verbrachten wir auch den ganzen Nachmittag bis 6 Uhr, weil wir dann zum Zirkus aufbrechen mussten.

Als wir gerade erst in den Zirkus hineingegangen waren, war ich schon sehr schockiert. Überall konnte man sich mit Raubkatzen, Hunden und sogar mit einem Bär fotografieren lassen. Ich fand es sehr heftig, da man dadurch schon sehen konnte, wie diese Tiere gehalten werden. Fotos mit den Tieren, haben wir dann natürlich auch nicht gemacht. Die Show an sich fand ich auch eher etwas langweilig, sie war eher für kleinere Kinder gemacht. In der zweiten Hälfte der Show kamen dann auch die Raubkatzen, aber auch diese oder eher die Dompteure haben mich nicht wirklich von der Show überzeugt.

Zuhause angekommen, war ich hundemüde und einfach glücklich jetzt schlafen gehen zu können.

 

Tag 7:

Heute haben wir uns an der Metrohaltestelle Ringstation getroffen. Von dort aus ging es dann nach Tschechow. Wir mussten 90 Minuten mit einer Bahn dort hinfahren, bis wir dort mit einem Bus abgeholt wurden. Mit dem Bus sind wir dann zur Firma ,,Schattdekor’‘ gefahren. Die Firma stellt Dekore her, die man auf Möbel oder Wände klebt.

Dort angekommen wurden wir erstmal in die Kantine gebracht, wo extra für uns ein bombastisches Buffet aufgebaut wurde. Natürlich aßen alle so viel sie konnten. Während wir gegessen haben, begrüßte uns der Geschäftsführer der Firma.

Nachdem wir gegessen hatten, sie wir zusammen mit einer Angestellten, die zum Glück Deutsch konnte, durch die Firma gegangen. Sie hat uns die einzelnen Arbeitsschritte vorgestellt und erklärt. Wir haben uns alles, auf die Blöcke die wir vorher geschenkt bekommen haben, aufgeschrieben. Die haben dort auch einen Teich/See mit einer Leiter und eine Russische 7-Mann Sauna. Die Frau erklärte uns, dass sie sich überall, wo sie einen Sitz ihrer Firma haben, mit den Traditionen auseinandersetzten und dies dann in ihre Firma reinintegrieren. Insgesamt hat das natürlich die Schokoladenfabrik um Meilen übertroffen, aber beide Firmen sind auf ihre Art wichtig.

Die Rückfahrt dauerte ebenfalls 90 Minuten. Und von der Ringstation aus, sind wir sofort nach Hause gefahren. Zum Mittagessen habe ich dann Müsli gegessen und am Nachmittag habe ich mich etwas erholt.

 

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